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NEUAUFBAU DURCH DIE REDEMPTORISTEN

Neuaufbau durch die Redemtoristen in Altötting von 1841 bis 1873 (starker Aufschwung)

Ein Wendepunkt für die Männerkongregation war das Jahr 1841

Damals übergab König Ludwig I. die Betreuung der Altöttinger Wallfahrt den Redemptoristen. Diese brachten eine starke marianische Frömmigkeit mit, förderten die Beichte und waren in der Volksmission tätig. Für die Männerkongregation gab es somit wieder eine verlässliche geistliche Leitung. Es wurden nun wieder regelmäßige Treffen abgehalten und die MC wurde zu einer sichtbaren, lebendigen Gemeinschaft. Es wurden monatliche Konvente, marianische Predigten und Exerzitien angeboten. Die Redemptoristen in Altötting legten großen Wert auf die Marienverehrung und eucharistische Frömmigkeit. Das entsprach genau dem Profil der MC.  In den Jahren bis 1860 stieg die Zahl der Sodalen auf ca. 800 an . Die Kongregation wurde stärker in die Wallfahrt eingebunden und zu dieser Zeit wurden auch erste Kontakte zu anderen Kongregationen geknüpft.

Die Redemptoristen waren hervorragende Prediger und Seelsorger – das zog Männer an. Ab den 1860er Jahren wurde Altötting zu einem Zentrum der Männerwallfahrten, der marianischen Erneuerung und der Volksmission. Die Kongregation hatte um 1870 ca. 1500 Mitglieder.

Im Zuge des Kulturkampfes zwischen dem deutschen Staat und der katholischen Kirche in den 1870er Jahren wurden besonders romtreue Orden verboten. Die Redemptoristen, welche besonders papsttreu, stark missionarisch, politisch konservativ und einflussreich in der Volksfrömmigkeit waren, mussten Altötting im Jahr 1873 nach nur 32 Jahren abrupt verlassen.